Seit 1970 unterstützt die „Gemeinde Christi“ Berlin die Namwianga Christian Secondary School (Oberschule) in Kalomo, Zambia. Die Spenden werden zum größten Teil für die Verbesserung der Wasserversorgung eingesetzt. Link: Good Hope Sambia
Im Jahre 1979 kommt Klaus Müller mit seiner Frau Christiane nach Namwianga um dort zu lehren. Der gelernte Steuerberater hatte 1972 Freunde besucht, die an der Namwianga Secondary School tätig waren.
1975 hängt er seinen Beruf in Deutschland an den Nagel und geht in die USA (Texas) um Landwirtschaft zu studieren. Als Landwirtschaftsingenieur lehrt er nun an der Namwianga Secondary School und ist verantwortlich für den Wiederaufbau der vernachlässigten Schulfarm. Im Laufe der Jahre wird deutlich, dass Schulabgänger mit einer allgemeinen Schulausbildung wenig Chancen haben einen Beruf zu finden. Ein Ausbildungsprogramm in der Landwirtschaft wird geplant.
1985 wird in Deutschland ein Förderverein für dieses Projekt gegründet. Familie Müller erwirbt eine Farm von etwa 1200 ha, um sie für den Aufbau einer Landwirtschaftsschule zu nutzen. Nach langen behördlichen Genehmigungsverfahren, kann 1988 mit dem Bau der Twinfountain Landwirtschaftsschule begonnen werden. Der erste Unterricht beginnt im Januar 1993.
Twin Fountain:
Die Farm dient der Familie Müller zum Lebensunterhalt. 25 ha werden gleichzeitig speziell zu Ausbildungszwecken genutzt. 1988 waren 6 Angestellte auf der Farm beschäftigt, heute sind es 42 ganz- und halbtags Beschäftigte. Diese sind in Hühner und Rinderzucht, sowie dem Gemüseanbau tätig. Zusammen mit den Familienmitgliedern leben etwa 150 Menschen direkt vom Farmbetrieb.
Die Gebäude umfassen Unterrichtsräume, Unterkünfte für Studenten, Büros, Küchen und Speisesaal, verschiedene Lagerräume und Ställe für Ziegen und Schafe.
Ziele der Ausbildung:
1. In 2 Jahren bilden wir selbstständige Farmer aus. Diese werden unterrichtet in Ackerbau, Bodenpflege, Viehhaltung und Weidewirtschaft. Wirtschaftsrechnen und Farmmanagement gehören auch dazu. Es wird großer Wert selbstständiges Wirtschaften gelegt. Die Ausbildung finanzieren die Studenten durch ihre Produktion und den Verkauf der Erzeugnisse.
2. Weiterbildung von Kleinbauern in Kurzseminaren zu unterschiedlichen Themenbereichen.
3. Vermittlung von christlichen Werten und Lebensstil – Kurs „Einführung in das Christentum“. Neben systematischer Bibelarbeit behandeln wir Themen wie Familie, Sex, Hexerei, Islam, Geschäftsethik usw.
Da traditionell wirtschaftliches Denken und Handeln in der Landwirtschaft fehlt, kommt es immer wieder zu Hungersnöten. Wir kombinieren theoretische und praktische Ausbildung mit unternehmerischen Handeln, anders als die meisten staatlichen Landwirtschaftsschulen, die sich auf die Theorie beschränken.
Grundschule:
Im Umkreis der Farm leben etwa 200 Kinder bis 15 Jahre, die ca. 15 KM bis zu nächsten Schule laufen müssten. Nach vielen Überlegungen wurde zusammen mit einem Nachbarfarmer eine Grundschule errichtet. Der erste Unterricht fand 1993 begonnen. Mittlerweile (2003) sind 9 Lehrer in 9 Grundschulklassen tätig. Hinzu kommt eine Vorschulklasse. Täglich werden 276 Kinder unterrichtet.
2001 besuchte der deutsche Botschafter die Farm und war von der Arbeit der Einrichtungen angetan. Durch seine Fürsprache übernahm die Bundesregierung die Kosten für Dachkonstruktion, Dachbleche und Türen für 2 weitere Gebäude an der Grundschule.
Seit Januar 2003 gibt es einen neuen Schulleiter und einen Lehrer für die handwerkliche Ausbildung. Alle Lehrer werden von der zambischen Regierung bezahlt.
Missions- und Gemeindearbeit:
Peter Klöckner (dt. Biolehrer an der Namwianga Secondary School) begann schon 1986 mit der Verkündigung des Evangeliums in der Umgebung von Twin Fountain. Mit dem Umzug der Müllers von Namwianga nach Twin Fountain Ende 1988 wurde diese Gemeindearbeit intensiviert. Nicht nur Bewohner von TF aber auch von umliegenden Farmen und Dörfern werden besucht und eingeladen, dass Evangelium zu hören. Heute hat die TF Gemeinde etwa 35 ständige Mitglieder, dazu kommen Studenten und viele Kinder.
Personal:
Klaus und Christiane Müller haben drei Kinder, die alle in Zambia geboren wurden, Stefanie - 1984, Michael - 1988 und Kathrin - 1990. Sie bewohnen auf TF das "Oberhaus" auf einer Anhöhe gelegen. Stefanie hat ihr Gymnasium in Zimbabwe mit einem englischen Schulexamen (Cambridge Exam) 2002 beendet. Michael und Kathrin gehen zur Zeit in einem privaten Internat in Grahamstown, Südafrika zur Schule. (ca. 2000 KM südlich) Klaus und Christiane haben ein volles Programm mit Farmarbeit, Schule und Gemeinde.
Ruth und Heinz, die Eltern von Klaus zogen 1994 in das "Unterhaus" auf der TF. Sie hatten jahrelang im Gemeindedienst in Deutschland gestanden und brachen 70 jährig ihre Zelte ab, um nach Zambia zu ziehen. Außer ihrer Mithilfe in der Gemeinde und auf der Farm, ist es besonders Heinz ein Anliegen die Grundschule aufzubauen und vorwärts zu bringen. Heinz. obwohl inzwischen fast erblindet, ist immer noch am organisieren, für die Grundschule, predigt und hält Bibelstunden in der Gemeinde. Ruth versorgt Haus und Garten und hatte jahrelang ihre drei Enkel während der Schulferien zum Deutschunterricht in ihrem Haus. Außerdem fungiert sie als "Ärztin" für die Bewohner auf TF.
Lehrkräfte an der landwirtschaftlichen Lehranstalt. In der Aufbauphase der Landwirtschaftsschule waren neben Klaus auch noch Peter Klöckner und Gerold Gündisch beteiligt. Von 1993 bis 1995 war Familie Joachim und Kathrin Kretzschmar auf TF. Heute sind außer Klaus noch drei zambische Lehrer tätig.
Kontakt in Deutschland
Manfred Kremp, von der Gemeinde in Augsburg, ist seit 20 Jahren im Verein und auch Gründungsmitglied. Fragen zum Projekt, sowie aktuelle Informationen kann man mit ihm besprechen. Kontagt über die Gemeinde Augsburg