Thomas Campbell war Prediger in einer der strengsten Presbyterianischen Kirchen (Presbyterianer = Schottische Calvinisten) in Amerika. Den Spaltungen innerhalb seiner Kirche, aber auch innerhalb der gesamten Christenheit, konnte er aber nicht zustimmen. Als er 1807 auch Mitglieder anderer Kirchen bei einer Abendmahlsfeier teilnhemen ließ, führte das zu scharfer Kritik seitens der Kirchenleitung und schließlich zum Bruch. Mit Gleichgesinnten gründete er die Christian Association of Washington, die sich das Ziel setzte, für die Einheit der Christen untereinander zu werben. Schließlich wurde daraus eine Bewegung, die - gemeinsam mit den "Christen" von Barton Stone - die Vision in die Praxis umzusetzen versuchte: Die Restaurationsbewegung, aus der auch die Gemeinden Christi hervorgegangen sind.
1809 verfasste die Washington Association eine Grundlagenschrift: Declaration and Address, in der die Idee einer "Restauration der Alten Ordnung" vorgestellt wurde, um die Christen auf der Basis der Schrift zu einen. Die 13 Thesen im Zentrum dieser Schrift befassen sich damit, wie man die Schrift auslegt, und wie man feststellt, welche Lehren daraus für alle CHristen verbindlich sind. Es ist kein "Was sollen wir glauben", sondern mehr ein "Wie erkennen wir, was wir glauben sollen", eine Methode der Schriftauslegung und Gemeindelehre.
Declaration and Address auf Englisch (Volltext - ca. 30.000 Worte)
13 Thesen der Deklaration (deutsche Übersetzung)